Lesung in der Stephanusschule Berlin – Ein Abend, der bleibt
Zuckerspecht^

Lesung in der Stephanusschule Berlin – Ein Abend, der bleibt

Ein Engel nahm mich an die Hand – und berühre die Anwesenden

Am 24. April fand in der Stephanusschule in Berlin eine Lesung aus dem Buch Ein Engel nahm mich an die Hand statt. Ein Abend, der mehr war als eine Veranstaltung. Es war ein Wiedersehen, ein Erinnern, ein gemeinsames Innehalten.

Wir waren tief bewegt von der Auswahl der gelesenen Passagen, von der Offenheit der Diskussion und von den vielen Gesprächen danach. Es wurde nicht einfach nur zugehört. Es wurde geteilt. Gedanken, Erfahrungen, Sorgen.

Besonders eindrücklich waren die Stimmen vieler Eltern. Sie berichteten, dass sie in Stephanie ihre eigenen Kinder wiedererkannt haben. Das hat uns berührt – und zugleich erschreckt. Denn viele hatten das Gefühl, dass sich die Situation nicht verbessert hat. Im Gegenteil. Die Herausforderungen sind größer geworden, die Strukturen härter, die Wege oft noch steiniger. Man kann es kaum anders sagen: Das System ist auf Grund gelaufen.

Und trotzdem war da etwas anderes an diesem Abend. Wärme. Nähe. Menschlichkeit.

Wir haben viele Wegbegleiter wiedergetroffen. Freunde, ehemalige Lehrer und Erzieher, die Stephanie ein Stück ihres Lebens begleitet haben. Gespräche, die sofort wieder da waren, als wäre keine Zeit vergangen. Besonders gefreut haben wir uns über das Wiedersehen mit den beiden Taufpaten Susanne und Florian.

Das Schönste aber war etwas, das man nicht sehen konnte – und doch spürte.
Stephanie war da. Ganz leise, wie so oft. Vielleicht irgendwo auf ihrer Wolke, ein kleines Stück über uns, und hat gelächelt. So viele Menschen haben sich liebevoll an sie erinnert. Das war mehr wert als jedes Wort.

Ein besonderer Dank gilt dem Förderverein der Stephanusschule, der diese Lesung überhaupt möglich gemacht hat. Stellvertretend möchten wir hier vor allem die ehemalige Direktorin Frau Arndt nennen, die sich mit großem Engagement eingebracht hat.

Ebenso danken wir den Leserinnen, die nicht nur eindrucksvolle Stellen aus dem Buch vorgetragen haben, sondern sich bereits im Vorfeld mit Nachdruck für diese Lesung eingesetzt haben.

Und dann waren da noch die Musiker – Lehrerinnen und Lehrer der Stephanusschule, viele von ihnen ehemalige Weggefährten. Mit viel Gefühl haben sie die Pausen begleitet und dem Abend eine besondere Atmosphäre gegeben.

Es war ein Abend, an dem gelacht wurde.
Und an dem Tränen flossen. Nicht nur bei uns.

Am Ende bleibt Dankbarkeit.
Für die Menschen. Für die Erinnerungen. Und für das Gefühl, dass Stephanie nicht vergessen ist.

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