Ist Schreiben mit KI wie Fast Food?

Manchmal wird behauptet, Bücher mit KI seien minderwertig oder keine „echten“ Bücher. Wir sehen das differenzierter.

Tatsächlich erinnert KI in mancher Hinsicht an Fast Food. Nicht weil die Qualität zwangsläufig schlechter wäre, sondern weil Inhalte schneller und in größeren Mengen produziert werden können. Wo früher Wochen oder Monate für bestimmte Arbeitsschritte benötigt wurden, lassen sich heute viele Aufgaben in Stunden erledigen.

Doch Geschwindigkeit allein sagt nichts über die Qualität aus.

Ein schlechtes Buch wird durch KI nicht automatisch besser. Ein gutes Buch wird durch KI nicht automatisch schlechter. Entscheidend sind die Idee, die Recherche, die Kontrolle und die Menschen, die am Ende die Verantwortung übernehmen.

Moderne KI-Systeme greifen auf ein enormes Allgemeinwissen und auf Muster aus unzähligen Texten, Büchern, Artikeln und Veröffentlichungen zurück. Dadurch können sie Zusammenhänge erkennen, Formulierungen verbessern und Informationen schneller aufbereiten, als es für einzelne Menschen möglich wäre.

Gleichzeitig verlassen wir uns nicht blind auf eine einzige KI. Wichtige Fakten werden von uns überprüft. Häufig vergleichen wir die Antworten verschiedener KI-Systeme miteinander oder recherchieren gezielt in Fachliteratur, wissenschaftlichen Veröffentlichungen, Archiven und vertrauenswürdigen Quellen. Gerade bei historischen, religiösen, medizinischen oder gesellschaftlichen Themen ist diese zusätzliche Kontrolle unverzichtbar.

Wer glaubt, dass ein Mensch automatisch immer recht hat und eine KI automatisch immer falsch liegt, unterschätzt beide Seiten. Menschen machen Fehler. KI macht Fehler. Der Unterschied ist, dass Fehler heute oft schneller erkannt und überprüft werden können als noch vor wenigen Jahren.

Die Entwicklung schreitet rasant voran. Die KI von heute ist nicht mehr die KI von 2022. Sie versteht Sprache besser, erkennt Zusammenhänge präziser und produziert deutlich weniger Unsinn als noch vor wenigen Jahren. Trotzdem bleibt sie ein Werkzeug.

Am Ende entsteht ein gutes Buch nicht durch künstliche Intelligenz oder menschliche Intelligenz allein. Es entsteht durch das Zusammenspiel beider.